Steuervorteile
Teilnehmende von Weiterbildungsmaßnahmen haben zusätzlich steuerliche Vorteile, wenn sich diese auf den jetzigen oder zukünftig ausgeübten Beruf beziehen, also der sog. „Veranlassungszusammenhang“ besteht; eine abgeschlossene erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium vorausgesetzt.

Die mit der Weiterbildung in Zusammenhang stehenden Kosten können als Werbungskosten bei der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Zu den Werbungskosten zählen u. a. Studiengebühren, Bücher, Fachzeitschriften, Lernmaterialien sowie Fahrt- und Übernachtungskosten. Diese wirken sich mindernd auf das zu versteuernde Einkommen aus.


Bildungsurlaub
In 14 der 16 Bundesländer (ausgenommen Bayern und Sachsen) besteht die Möglichkeit, sich für Bildungsveranstaltungen von der Arbeit befreien zu lassen. Arbeitnehmer/innen haben Anspruch auf fünf Tage im Kalenderjahr oder teils kummulierbare zehn Tage in einem Zeitraum von zwei Kalenderjahren.

Als Bildungsfreistellung gewährt die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber auf Antrag bezahlten Urlaub, ohne aber die Kosten der Weiterbildung zu übernehmen. Bildungsurlaub kann beispielsweise für die Präsenzveranstaltungen beantragt werden.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Bildungsfreistellung ist, dass Sie in einem Bundesland arbeiten, in dem ein Bildungsfreistellungsgesetz besteht und außerdem Ihr Studiengang als Weiterbildungsmaßnahme anerkannt wird – näheres erfahren Sie bei der ZFH: www.zfh.de/fuer-studierende/bildungsfreistellung


Stipendien
Man kann sich direkt an Stiftungen wenden und ein Stipendium beantragen. Es gibt viele verschiedene Stiftungen, die beispielsweise von Parteien, den Kirchen oder den Gewerkschaften getragen werden. Eine Zusammenstellung unterschiedlicher Förderinstrumente finden Sie auf www.stipendiumplus.de

Auch interessant: www.stipendienlotse.de sowie www.sbb-stipendien.de


Studienkredite
Berufstätige, die sich durch ein berufsbegleitendes Studium weiterbilden, haben in der Regel keinen Anspruch auf BAföG.

Sie können bei Bedarf entweder ein klassisches Bankdarlehen zur Studienfinanzierung aufnehmen oder auch andere Hilfen beantragen wie z. B. den Bildungskredit. Dieser wird jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vergeben. Innerhalb eines Ausbildungsabschnitts, also für das Fernstudium, können bis zu 7.200 € bewilligt werden. Ein Kreditantrag ist an das Bundesverwaltungsamt, Barbarastr. 1, 50735 Köln zu richten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an deren Hotline unter +49 228 99-3584492 bzw. per E-Mail an bildungskredit(at)bva.bund.de


Eine weitere Alternative bieten die Mittel aus dem Bildungsfonds der Firma FESTO: Seit 2007 unterstützt dieser eine bankenunabhängige, sozialverträgliche Studienfinanzierung. Dieser Fonds fördert gezielt Studierende in MINT- und BWL-Studiengängen mit einem Bildungskredit. Seine Finanzierung hat keine fixe Schuldenlast nach Abschluss des Studiums, sondern richtet sich in seiner Tilgung nach einem vertraglich fixierten Prozentsatz Ihres späteren Einkommens. Bei Fragen hierzu informieren Sie sich bitte per Telefon unter +49 800 3244636, per E-Mail an info(at)bildungsfonds.de oder über die Website www.bildungsfonds.de

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